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Bekenntnis, soziale Ordnung und rituelle Praxis
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Westfalen ist für die Reformations- und Konfessionalisierungsforschung von besonderem Interesse. Geprägt war diese historische Landschaft, in der sich kein Landesherr als Hegemon durchsetzen konnte, von differenzierten Wegen zum katholisch-tridentinischen, lutherischen oder reformierten Bekenntnis. Dementsprechend führte die große politische Zersplitterung Westfalens zu einem teils sehr kleinräumigen konfessionellen Nebeneinander, das bis heute nachwirkt.Der Band beinhaltet in drei Themenkomplexen dreizehn Beiträge, welche die konfessionelle Landschaft Westfalens vom späten 15. bis zum 19. Jahrhundert aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und den engen Beziehungen zwischen sozialer Ordnung und Religion nachgehen. Im ersten Abschnitt wird der komplizierte und lange Weg der Bekenntnissuche und konfessionellen Festlegung von adligen Familien, Kommunen und kirchlichen Institutionen untersucht. Was war für die jeweilige Konfessionsentscheidung ausschlaggebend? Welche Faktoren konnten zu einem Umdenken führen? Die folgenden Beiträge richten ihren Blick auf soziale Ordnungen und konfessionelle Lebenswelten von Laien und kirchlichen Amtsträgern. Wie konnten Pfarrerwahlen ritualisiert und politisiert werden? Welche Erkenntnisse können aus Visitationen des geistlichen Personals für die Disziplinierungs- und Professionalisierungsbestrebungen der Obrigkeiten gewonnen werden? Abschließend wird nach Repräsentationsmöglichkeiten und rituellen Praktiken in Prozessionen und in der Sepulkralkultur im konfessionellen Zeitalter gefragt. Wie ließen sich Ordnungsvorstellungen und familiäre Ansprüche öffentlich inszenieren? Mit welchen Mitteln gelang eine konfessionelle Selbstdarstellung und Abgrenzung?

Anbieter: Dodax
Stand: 19.01.2020
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Bekenntnis, soziale Ordnung und rituelle Praxis
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Westfalen ist für die Reformations- und Konfessionalisierungsforschung von besonderem Interesse. Geprägt war diese historische Landschaft, in der sich kein Landesherr als Hegemon durchsetzen konnte, von differenzierten Wegen zum katholisch-tridentinischen, lutherischen oder reformierten Bekenntnis. Dementsprechend führte die große politische Zersplitterung Westfalens zu einem teils sehr kleinräumigen konfessionellen Nebeneinander, das bis heute nachwirkt.Der Band beinhaltet in drei Themenkomplexen dreizehn Beiträge, welche die konfessionelle Landschaft Westfalens vom späten 15. bis zum 19. Jahrhundert aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und den engen Beziehungen zwischen sozialer Ordnung und Religion nachgehen. Im ersten Abschnitt wird der komplizierte und lange Weg der Bekenntnissuche und konfessionellen Festlegung von adligen Familien, Kommunen und kirchlichen Institutionen untersucht. Was war für die jeweilige Konfessionsentscheidung ausschlaggebend? Welche Faktoren konnten zu einem Umdenken führen? Die folgenden Beiträge richten ihren Blick auf soziale Ordnungen und konfessionelle Lebenswelten von Laien und kirchlichen Amtsträgern. Wie konnten Pfarrerwahlen ritualisiert und politisiert werden? Welche Erkenntnisse können aus Visitationen des geistlichen Personals für die Disziplinierungs- und Professionalisierungsbestrebungen der Obrigkeiten gewonnen werden? Abschließend wird nach Repräsentationsmöglichkeiten und rituellen Praktiken in Prozessionen und in der Sepulkralkultur im konfessionellen Zeitalter gefragt. Wie ließen sich Ordnungsvorstellungen und familiäre Ansprüche öffentlich inszenieren? Mit welchen Mitteln gelang eine konfessionelle Selbstdarstellung und Abgrenzung?

Anbieter: Dodax AT
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Bekenntnis soziale Ordnung und rituelle Praxis
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Bekenntnis soziale Ordnung und rituelle Praxis ab 44 € als Taschenbuch: Neue Forschungen zu Reformation und Konfessionalisierung in Westfalen. Aus dem Bereich: Bücher, Politik & Gesellschaft,

Anbieter: hugendubel
Stand: 19.01.2020
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Curare. Zeitschrift für Medizinethnologie / Jou...
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Inhalt/Contents:* Die Autorinnen und Autoren in Curare 36(2013)1+2* Ekkehard Schröder: Editorial: Medizinethnologische Blicke auf Körpermodifikationen+++ Artikel++ Ausgewählte medizinethnologische Aspekte zum Thema Körpermodifikation* Debora Lea Frommeld: "Fit statt fett": Der Body-Mass-Index als biopolitisches Instrument* Julian Hörner: Wellness: Unhinterfragter Teil medizinischen Handelns?* Wolfgang Krahl: Körperbildner – Anabolika bei Drogenabhängigen im Maßregelvollzug* Ingrid Klejna: Zwischen Leid und Dankbarkeit – eine medizinanthropologische Studie zu den alltäglichen Krankheitserfahrungen von Dialyse-PatientInnen in zwei österreichischen Krankenhäusern++ Body Modifikation: Die Sprache der Tattoos* Igor Eberhard: "Unserer heutigen Welt ist es fremd geworden". Zur theoretischen Konzeption von Tätowierungen am Beispiel der Darstellung Tätowierter bei Walther Schönfeld* Christina Braun: Zwischen Ästhetik und Identität: Zur kulturwissenschaftlichen Bedeutung von Tätowierungen in Deutschland* Josep Marti: Körperveränderungen und die soziale Präsentation des Körpers am Beispiel von Äquatorialguinea* Valsik J. A. & Fawzia Halmy Hussien: Popular Medicine and Traditional Mutilations in Egyptian Nubia. Part I and II (Reprint 1973), with annex (short communication): A Case of Tattooing for Treatment (Reprint 1971)+++ Forum: Diskurse um FGC/FGM* Fawzia Halmy Hussien: Genital Mutilation of Women in Egyptian Nubia. (Reprint 1973)* Alfons Huber: Genitalverletzungen afrikanischer Mädchen durch rituelle Eingriffe. Zur Problematik der weiblichen Beschneidung (Reprint 1971)* Klaus Fleischer: Uvula-Exzision in Afrika. Ein traditioneller Brauch – auch heute noch lebendig (Reprint 1978) mit redaktioneller Ergänzung* Samia Al Azharia Jahn: Zur Frage des zähen Fortlebens der Beschneidung der Frauen mit besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse im Sudan (Reprint 1980), redaktionell ergänzt und mit Anhang: Einige Bemerkungen zum Aufsatz ? (D. H. Friessem, Reprint 1980)]* Michel Erlich: Infibulation und Phallizisierung der Vulva (Reprint 1984) redaktionnell ergänzt* Ekkehard Schröder: Beschneidung von Mädchen und Jungen. Vom Diskurs zur Aktion* Assia Maria Harwazinski: Beschneidung kontra körperliche Unversehrtheit. Eine interdisziplinäre Debatte um Religionsfreiheit kontra Menschenrecht berührt interkulturelles Medizinrecht* Thomas Sukopp: Weibliche Genitalverstümmelung. Schädliche Praxis, kulturrelativistisch legitimiert, medizinisch sinnlos?+++ Konferenzberichte / Conference Reports* Bericht zur 2nd International and Interdisciplinary Conference on Health, Culture and the Human Body. Epidemiology, Ethics and History of Medicine, Perspectives from Turkey and Central Europe, 13–15 September 2012, Istanbul/Turkey (Frank Kressing)* Die Frau im Zentrum. Bericht zur FIDE Jahrestagung, Würzburg, 22.–24.11.2012. (Eva Kantelhardt)Final Conference of the Research Project "Mental Health and Migration" (Volkswagenfoundation), October 13–14, 2012, Berlin. (Azra Vardar, Mike M?sko, Simone Penka)* WPA International Congress, Prague, October 17–20, 2012. (Hans Rohlof)* First International Conference on Cultural Psychiatry in Mediterranean Countries, Tel Aviv, 5–7 November, 2012. (Hans Rohlof)* 4th International Symposium Mental Health in Developing Countries—Global Mental Health. 10th November 2012 in Munich (Wolfgang Krahl)* The International Migrants Day 2012. A Report, 18th Dec., Hannover. (David Brinkmann)+++ Buchbesprechungen / Book Reviews* Literaturhinweise zur Frage der weiblichen Beschneidung. Reprint aus Curare 5(1982). (Ekkehard Schröder)* Anna Kölling 2008. Weibliche Genitalverst?mmelung im Diskurs. Berlin (Katarina Greifeld)* Jürgen Wacker 2011. Isaaks Schwestern. Westkreuz-Verlag GmbH Berlin/Bonn 2011 (Marion Hulverscheidt)* Janna Graf 2012. Weibliche Genitalverstümmelung aus Sicht der Medizinethik. Göttingen. (Ekkehard Schröder)* Herbert Steinböck (Hg) 2011. Forensische Psychiatrie als Randkultur – zwischen interkultureller Spannung und multikultureller Integration. Lengerich. (Eckhardt Koch)* Carsten Klöpfer 2012. Aids und Religion – Der psychologische Beitrag von Buddhismus und Christentum zu Präventionsstrategien gegen die psychosozialen Folgen von HIV/Aids. Göttingen. (Alexandra Kraatz)+++ Résumés des articles de Curare 36(2013)1+2++ Zum Titelbild & Impressum++ Hinweise für Autoren/Instructions to Authors

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Stand: 19.01.2020
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Curare. Zeitschrift für Medizinethnologie / Jou...
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Inhalt/Contents:* Die Autorinnen und Autoren in Curare 36(2013)1+2* Ekkehard Schröder: Editorial: Medizinethnologische Blicke auf Körpermodifikationen+++ Artikel++ Ausgewählte medizinethnologische Aspekte zum Thema Körpermodifikation* Debora Lea Frommeld: "Fit statt fett": Der Body-Mass-Index als biopolitisches Instrument* Julian Hörner: Wellness: Unhinterfragter Teil medizinischen Handelns?* Wolfgang Krahl: Körperbildner – Anabolika bei Drogenabhängigen im Maßregelvollzug* Ingrid Klejna: Zwischen Leid und Dankbarkeit – eine medizinanthropologische Studie zu den alltäglichen Krankheitserfahrungen von Dialyse-PatientInnen in zwei österreichischen Krankenhäusern++ Body Modifikation: Die Sprache der Tattoos* Igor Eberhard: "Unserer heutigen Welt ist es fremd geworden". Zur theoretischen Konzeption von Tätowierungen am Beispiel der Darstellung Tätowierter bei Walther Schönfeld* Christina Braun: Zwischen Ästhetik und Identität: Zur kulturwissenschaftlichen Bedeutung von Tätowierungen in Deutschland* Josep Marti: Körperveränderungen und die soziale Präsentation des Körpers am Beispiel von Äquatorialguinea* Valsik J. A. & Fawzia Halmy Hussien: Popular Medicine and Traditional Mutilations in Egyptian Nubia. Part I and II (Reprint 1973), with annex (short communication): A Case of Tattooing for Treatment (Reprint 1971)+++ Forum: Diskurse um FGC/FGM* Fawzia Halmy Hussien: Genital Mutilation of Women in Egyptian Nubia. (Reprint 1973)* Alfons Huber: Genitalverletzungen afrikanischer Mädchen durch rituelle Eingriffe. Zur Problematik der weiblichen Beschneidung (Reprint 1971)* Klaus Fleischer: Uvula-Exzision in Afrika. Ein traditioneller Brauch – auch heute noch lebendig (Reprint 1978) mit redaktioneller Ergänzung* Samia Al Azharia Jahn: Zur Frage des zähen Fortlebens der Beschneidung der Frauen mit besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse im Sudan (Reprint 1980), redaktionell ergänzt und mit Anhang: Einige Bemerkungen zum Aufsatz ? (D. H. Friessem, Reprint 1980)]* Michel Erlich: Infibulation und Phallizisierung der Vulva (Reprint 1984) redaktionnell ergänzt* Ekkehard Schröder: Beschneidung von Mädchen und Jungen. Vom Diskurs zur Aktion* Assia Maria Harwazinski: Beschneidung kontra körperliche Unversehrtheit. Eine interdisziplinäre Debatte um Religionsfreiheit kontra Menschenrecht berührt interkulturelles Medizinrecht* Thomas Sukopp: Weibliche Genitalverstümmelung. Schädliche Praxis, kulturrelativistisch legitimiert, medizinisch sinnlos?+++ Konferenzberichte / Conference Reports* Bericht zur 2nd International and Interdisciplinary Conference on Health, Culture and the Human Body. Epidemiology, Ethics and History of Medicine, Perspectives from Turkey and Central Europe, 13–15 September 2012, Istanbul/Turkey (Frank Kressing)* Die Frau im Zentrum. Bericht zur FIDE Jahrestagung, Würzburg, 22.–24.11.2012. (Eva Kantelhardt)Final Conference of the Research Project "Mental Health and Migration" (Volkswagenfoundation), October 13–14, 2012, Berlin. (Azra Vardar, Mike M?sko, Simone Penka)* WPA International Congress, Prague, October 17–20, 2012. (Hans Rohlof)* First International Conference on Cultural Psychiatry in Mediterranean Countries, Tel Aviv, 5–7 November, 2012. (Hans Rohlof)* 4th International Symposium Mental Health in Developing Countries—Global Mental Health. 10th November 2012 in Munich (Wolfgang Krahl)* The International Migrants Day 2012. A Report, 18th Dec., Hannover. (David Brinkmann)+++ Buchbesprechungen / Book Reviews* Literaturhinweise zur Frage der weiblichen Beschneidung. Reprint aus Curare 5(1982). (Ekkehard Schröder)* Anna Kölling 2008. Weibliche Genitalverst?mmelung im Diskurs. Berlin (Katarina Greifeld)* Jürgen Wacker 2011. Isaaks Schwestern. Westkreuz-Verlag GmbH Berlin/Bonn 2011 (Marion Hulverscheidt)* Janna Graf 2012. Weibliche Genitalverstümmelung aus Sicht der Medizinethik. Göttingen. (Ekkehard Schröder)* Herbert Steinböck (Hg) 2011. Forensische Psychiatrie als Randkultur – zwischen interkultureller Spannung und multikultureller Integration. Lengerich. (Eckhardt Koch)* Carsten Klöpfer 2012. Aids und Religion – Der psychologische Beitrag von Buddhismus und Christentum zu Präventionsstrategien gegen die psychosozialen Folgen von HIV/Aids. Göttingen. (Alexandra Kraatz)+++ Résumés des articles de Curare 36(2013)1+2++ Zum Titelbild & Impressum++ Hinweise für Autoren/Instructions to Authors

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Bekenntnis, soziale Ordnung und rituelle Praxis
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Westfalen ist für die Reformations- und Konfessionalisierungsforschung von besonderem Interesse. Geprägt war diese historische Landschaft, in der sich kein Landesherr als Hegemon durchsetzen konnte, von differenzierten Wegen zum katholisch-tridentinischen, lutherischen oder reformierten Bekenntnis. Dementsprechend führte die große politische Zersplitterung Westfalens zu einem teils sehr kleinräumigen konfessionellen Nebeneinander, das bis heute nachwirkt.Der Band beinhaltet in drei Themenkomplexen dreizehn Beiträge, welche die konfessionelle Landschaft Westfalens vom späten 15. bis zum 19. Jahrhundert aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und den engen Beziehungen zwischen sozialer Ordnung und Religion nachgehen. Im ersten Abschnitt wird der komplizierte und lange Weg der Bekenntnissuche und konfessionellen Festlegung von adligen Familien, Kommunen und kirchlichen Institutionen untersucht. Was war für die jeweilige Konfessionsentscheidung ausschlaggebend? Welche Faktoren konnten zu einem Umdenken führen? Die folgenden Beiträge richten ihren Blick auf soziale Ordnungen und konfessionelle Lebenswelten von Laien und kirchlichen Amtsträgern. Wie konnten Pfarrerwahlen ritualisiert und politisiert werden? Welche Erkenntnisse können aus Visitationen des geistlichen Personals für die Disziplinierungs- und Professionalisierungsbestrebungen der Obrigkeiten gewonnen werden? Abschließend wird nach Repräsentationsmöglichkeiten und rituellen Praktiken in Prozessionen und in der Sepulkralkultur im konfessionellen Zeitalter gefragt. Wie ließen sich Ordnungsvorstellungen und familiäre Ansprüche öffentlich inszenieren? Mit welchen Mitteln gelang eine konfessionelle Selbstdarstellung und Abgrenzung?

Anbieter: buecher
Stand: 19.01.2020
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Bekenntnis, soziale Ordnung und rituelle Praxis
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Westfalen ist für die Reformations- und Konfessionalisierungsforschung von besonderem Interesse. Geprägt war diese historische Landschaft, in der sich kein Landesherr als Hegemon durchsetzen konnte, von differenzierten Wegen zum katholisch-tridentinischen, lutherischen oder reformierten Bekenntnis. Dementsprechend führte die große politische Zersplitterung Westfalens zu einem teils sehr kleinräumigen konfessionellen Nebeneinander, das bis heute nachwirkt.Der Band beinhaltet in drei Themenkomplexen dreizehn Beiträge, welche die konfessionelle Landschaft Westfalens vom späten 15. bis zum 19. Jahrhundert aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und den engen Beziehungen zwischen sozialer Ordnung und Religion nachgehen. Im ersten Abschnitt wird der komplizierte und lange Weg der Bekenntnissuche und konfessionellen Festlegung von adligen Familien, Kommunen und kirchlichen Institutionen untersucht. Was war für die jeweilige Konfessionsentscheidung ausschlaggebend? Welche Faktoren konnten zu einem Umdenken führen? Die folgenden Beiträge richten ihren Blick auf soziale Ordnungen und konfessionelle Lebenswelten von Laien und kirchlichen Amtsträgern. Wie konnten Pfarrerwahlen ritualisiert und politisiert werden? Welche Erkenntnisse können aus Visitationen des geistlichen Personals für die Disziplinierungs- und Professionalisierungsbestrebungen der Obrigkeiten gewonnen werden? Abschließend wird nach Repräsentationsmöglichkeiten und rituellen Praktiken in Prozessionen und in der Sepulkralkultur im konfessionellen Zeitalter gefragt. Wie ließen sich Ordnungsvorstellungen und familiäre Ansprüche öffentlich inszenieren? Mit welchen Mitteln gelang eine konfessionelle Selbstdarstellung und Abgrenzung?

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Nemesis und andere Essays
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Aus der Einleitung von Stephen Mace: Ich werde zuweilen gefragt, warum ich kaum noch etwas über magicksche Praxis schreibe. Nicht dass ich das nicht wollen würde, so etwas ist mit Sicherheit leichter zu schreiben als dieses Zeug hier, über die apokalyptische Wende. Mein Problem dabei ist, dass ich das, was für mich effektiv ist, im wesentlichen ausgearbeitet und veröffentlicht habe und es auch weiterhin anwende, aber wenig hinzu zu fügen habe. Und ich finde frischen Stoff über die apokalyptische Wende interessanter, als okkulte Techniken wieder und wieder aufzuwärmen. Ich habe Kraftorte, die ich besuche, Elementale an physikalischen Orten, die ich beschwöre, und Gewohnheiten und Neigungen, die immer wieder Kontrolle und Aufmerksamkeit erfordern, aber ich halte es nicht für notwendig, meine Ergebnisse in diesen Bereichen zu veröffentlichen. Vor allem da ich sicher bin, dass meine Leser selbst eine Menge Ergebnisse haben, vorausgesetzt, sie machen diese Arbeiten.Ab und an gibt es jedoch neue signifikante Ereignisse. Keins davon scheint komplex genug, um allein einen Essay zu rechtfertigen - vielleicht einen oder zwei Abschnitte, aber keinen Essay - aber es sind dennoch Grundlagen für sichere und effektive Praktiken. Und es gibt Veröffentlichungen, die immer wieder überarbeitet werden müssen. Also habe ich diese Einleitung geschrieben, wobei ich die Reihenfolge beibehalten habe, in der die Elemente auftauchten und nachträgliche Gedanken dort eingefügt habe, wo sie zu passen schienen. Insgesamt ergibt es ein rundes Ganzes, vielleicht weil all diese Dinge, die mit magickscher Kraft zu tun haben, miteinander zusammen hängen und eine multidimensionale Verbindung haben. Wie ich schon sagte: Es ist leichter.Um mit dem Anfang zu beginnen, möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um die Notwendigkeit des Bannens und Zentrierens vor jeder Art der okkulten Arbeit zu betonen. Das Bannen ist natürlich ein Ritual, das die Psyche reinigen und die Aura stärken soll, um Schutz vor psychischen Strömen von außen zu bieten. Das Zentrieren ist eine imaginäre Affirmation der mittleren Säule, wie ihre subtilen Ströme und Elemente (Kundalini, Chakren usw.) als Verbindung zwischen dem Höchsten und Niedrigsten dienen und sie (und damit der Magier) im wesentlichen eine Art Leitung zwischen diesen Extremen darstellt.Zum Bannen verwende ich immer noch die drei glühenden Ringe und die sich ausdehnende Feuersäule, die ich in "Stealing the Fire from Heaven"Pastinaken"Als Zauberer erzählt man mir hin und wieder, daß es für meine Aktivitäten als Zauberer keine wissenschaftlichen Beweise gibt und diese somit nur - je nach dem guten Willen meines Gesprächspartners - Aberglaube oder Betrug sein können.Meine Antwort ist einfach, daß die wissenschaftliche Methode nicht geeignet ist, diese Frage zu entscheiden. Zauberei ist eine psychische Technik, der Geist kann nicht vermessen und die persönlichen Motive nicht wiederholt werden.Die einzige Möglichkeit, die Wahrheit über Magie zu erfahren, besteht darin, mit magischen Techniken so vertraut zu werden, daß er oder sie Kraft als greifbare Substanz hinter aller Immagination spürt. Bleiben Zweifel an dieser Kraft wird der Betroffene aufgeben, diese jemals zu spüren, und somit den Schluß ziehen, daß sie nicht existiert. Als jemand der fest zum ersten Lager gehört, widme ich dieses Buch meinen Mitstreitern und all jenen, die noch unentschlossen sind."World Corporate Order") beherrscht das Angesicht der Erde absolut.Die volle Macht von Pax Americana steht bereit, um die Grundlagen seiner kommerziellen Gewohnheiten zu verteidigen. Der verführerische Glanz der Medientotalität arbeitet unentwegt daran, uns zu überzeugen, dass diese Gewohnheiten die Weise sind, in der die Dinge sein können und dass die Wirklichkeit, die sie bedingen die einzige sei, die eine normale Person überhaupt wahrnehmen kann. Unbestrittener Sieger in den unlängst abgeschlossenen "Kriegen zwischen kämpfenden Staaten" ( Ein fester, von Spengler selbst in dieser Form verwendeter Ausdruck). Und hinreichend selbstbewusst anzuerkennen, dass das Geschäft von Amerika tatsächlich Geschäft ist, hat die US-Regierung ihren besiegten Feinden keine schweren Bürden und so ihren Freunden und Verbündeten auch keine lästigen Pflichten auferlegt. Ihre einzige Forderung war, die Möglichkeit einzuräumen, Geschäfte zu machen, die Assimilierung der angelsächsischen kommerziellen Praxis, der Körperschaftsstruktur und der Werte des freien Handels, frei konvertierbarer Währung und unbeschränkter Kapitalbewegung. Auch wurde diese Art Geschäfte zu machen nicht verlangt, sondern nur darauf bestanden, dass sie zugelassen sein muss. Natürlich zwingt sie, insofern sie die materiell effektivste ist nichtsdestoweniger die Staaten oder Personen, die mit ihr konkurrieren könnten, ganz entschieden, ihre Form anzunehmen. Wenn diese Form erst einmal angenommen ist, kann keine Regierung - ob durch Tyrannen oder Splittergruppen - aufsässig werden, sondern wird dem transnationalen Markt untergeordnet sein - fleischlos, völlig abstrakter Statthalter der ganzen Sache in bester Darwinscher Tradition. Das Kapital wartet, ein verdächtigerweise unverschlossener Juwelenladen, ein voller Früchte hängender Baum, von Treibsand umspült. Mit der Zeit infiltriert das Kapital, und dann absorbiert es, und durch seine Verdauung wird alles, das durchgeschleust wird, zu nicht-menschlichen Einheiten an Wert und Schuld, die immer (durch eine kleine Kommission) mit allen anderen Einheiten von Wert und Schuld frei verrechenbar sein müssen, mit den verschiedenen Arten an Bargeld, obschon sogar diese Metalle noch eine Aura der Münzprägung bewahren (Traum vergessenen Blutes, vielleicht zu erwecken). Doch muss alles berechenbar sein, als sei es äquivalent, und die Verhältnisse untereinander stehen unter der ständigen Regelung der blinden Hand des Marktes, dem höchsten Richter allen kommerziellen Umtriebes. Die Akzeptanz dieser Dynamik als Weg Aller Dinge ist der Eintrittspreis in die Vereinigte Weltordnung, der sichersten Straße zum Wohlstand im neuen Jahrtausend. Wenn irgendein Unternehmen, eine Institution oder Individuum erst einmal darin integriert ist, entsteht eine völlig andere Verknüpfung von Aktion - Reaktion, die mit diesem planetenumspannenden Gehirn verdrahtet ist. Jeder wird zu einem Neutron in einem überdimensionalen, millionenfach verknüpften Netzwerk, dessen Handeln in der allgegenwärtigen Dialektik von Angebot und Nachfrage, Angst und Gier, Hoffnung und Bedürfnis besteht, und jeder Impuls wird mit Lichtgeschwindigkeit digitalisiert und verarbeitet - hin zur kollektiven Bekundung als schimmernde Fluktuationen in dem erdumspannenden Kraftfeld, das Geld ist. Alle sind willkommen, sich selbst in dieser entseelenden Umarmung aufzugeben und ermutigt, anderen Fülle unabhängig von Rasse, Glauben oder Ursprungsland und hin zum Ausschluss all dessen teilzuhaben, da das Kapital nichts davon anerkennt. Um tatsächlich in intime Verbindung mit dem Kapital eintreten zu können, muss man in einem Zustand leben - sowohl geistig als auch politisch -, dessen Grenzen gegenüber seinen Bewegungen durchlässig und daher zugänglich für Umformungen gemäß seinen Bedingungen sind. Der vorrangige Imperativ ist Wertmaximierung als Kapital, insofern gesagt werden kann, dass dies das einzige ist, was alle "Inhaber" - aufs Ganze gesehen - tatsächlich wollen. Das Erlangen dieser intimen Verbindung verknüpft einen - zum Preis des sicheren Verlustes jedweder Art besonderen Schicksals - mit der Quelle allen Wohlstandes und aller Kraft. Schicksal ist die einzige Währung, die der Markt nicht tauschen kann. Die Vereinigte Weltordnung macht Schicksal zu Blei.Danilevsky und SpenglerDas erste, was diejenigen brauchen, die sich der Vereinigten Weltordnung entgegenstellen wollen ist eine Strategie, um diese Opposition im Sinne einer harmonischen Verbindung von persönlichem Überleben und revolutionärer Effektivität zu betreiben.Aber dafür muss das Problem aus der weitest möglichen Perspektive betrachtet werden. Viele Esoteriker aller Glaubensrichtungen, Arbeitsvoraussetzungen und Techniken haben festgestellt, dass dieses Babylon fallen muss, und es scheint so, als ob sich dies einer Art Endpunkt, Krisenpunkt oder Transfirmationspunkt nähern würde.Einfach weil es so schnell wächst, muss es bald in sich kollabieren oder sich selbst ins Weltall schießen. Man kann nicht vorhersagen, was genau passieren wird, aber anscheinend wird das eine oder andere eintreffen. Natürlich ist bislang der Niedergang für jede Kultur die Regel gewesen, und insofern ist es einfach anzunehmen, dass zu gegebener Zeit eine ähnliche Art von Kollaps das System, so wie es heute besteht, ereilen wird. Andererseits ist es möglich, dass die industrielle Revolution etwas verändert hat, indem sie eine Zivilisation erschaffen hat, der der Impuls innewohnt, die üblichen Muster von Aufstieg und Fall zu transzendieren. Aber auch wenn wir die Industrialisierung als rein charakteristisches Merkmal westlicher Kultur betrachten wollten, wäre sie aus keinem Grunde unsterblicher als andere. Rom fiel. Babylon und Ägypten sind unter dem Sand begraben. Und jedes dieser hatte ebenfalls einen speziellen Anspruch auf Einzigartigkeit, der sie am Ende nicht retten konnte.Vielleicht hat die Industrialisierung den Westen gerade empfänglicher dafür gemacht zu kollabieren, gerade so, wie Benutzer von Methamphetaminen nicht eben für ihre Langlebigkeit bekannt sind. So möchte ich ganz im Sinne dieses Essays unterstellen, dass das, was hochgeht, auch herunterkommen muss. Um die historischen Verzweigungen dieses Postulates zu erkunden, werde ich auf sehr verschiedene zyklische Modelle kultureller Evolution zurückzugreifen haben - Modelle, welche (wenn sie auf die Situation des Westens angewandt werden) im Allgemeinen als "pessimistisch" bezeichnet werden, einfach weil ganz klar ist, dass wir uns gerade jetzt einer Art Apogäum nähern.Zyklische historische Modelle waren der Alten Welt geläufig, aber im nachaufklärerischen Westen stechen zwei Theoretiker hervor, die sie vertraten: der Russe Nikolai Danilevsky (1822 - 1885) und der Deutsche Oswald Spengler (1880 - 1936). Keiner dieser Männer war von Beruf akademischer Historiker, sondern wonach sie strebten war, in der Geschichte pragmatische Strategien und Werkzeuge zu entdecken, die zur Beförderung spezifischer politischer Ziele benutzt werden können. Obschon es der politischen Überzeugung Danilevskys und Spenglers entsprach, durch die Zeit zweier Weltkriege und dem einen Kalten, der folgte, Opposition zu bilden, entwickelten beide Männer ein bemerkenswert ähnliches Verständnis der Art und Weise, wie Kulturen geboren werden und sterben. Nikolai Danilevsky war als Botaniker ausgebildet und machte Karriere im zaristischen Staatsdienst, wo er schließlich Kommissar für Fischereiwesen wurde. Er schrieb ausführlich über verschiedene historische und ökumenische Themen, aber das Buch, auf das es uns ankommt, ist Russland und Europa, das zuerst 1869 in der Zeitschrift Zara veröffentlicht wurde. Im Ganzen ist es eine groß angelegt Analyse der kulturellen Evolution, geschrieben, um die Frage zu beantworten, warum Europa Russland hasst und sich so entschieden allen Versuchen Russlands entgegenstellt, irgendeine Art panslawischer Union zu errichten. Oswald Spengler absolvierte seine Universitätsausbildung ebenfalls in den Naturwissenschaften, obschon er ein starkes Interesse an den Klassikern hatte und seine Doktorarbeit über Heraklit schrieb. Nach der Graduierung begann er eine Laufbahn als Lehrer eines Realgymnasiums, während der er sowohl unter Schülern als auch unter Kollegen Hochachtung genoss, aber 1911 legte er sein Lehramt nieder, um seine Suche als Privatgelehrter fort zu setzen. Der erste Band wurde im Juli 1918 veröffentlicht, einen Monat vor dem Zusammenbruch der deutschen Armee an der Westfront - ein bedeutungsvolles Vorzeichen sowohl hinsichtlich der Absicht als auch des Titels seines großen Werkes. Der Untergang des Abendlandes ist eine groß angelegte Analyse der kulturellen Evolution, die versucht, einen so gut wie unausgesprochenen Zweck zu erfüllen (was bis zum Ende des zweiten Bandes, 1922 veröffentlicht, nicht spezifiziert wird): Der Sieg der preußischen Werte organischer Kultur, welche letztlich zu den Pflichten des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft führen über die halsabschneiderische Kultur der Anglo-Amerikaner, die bezogen ist auf den Erfolg des Einzelnen im ökumenischen Wettbewerb. Spengler sah den Ersten Weltkrieg als die erste Szene des letzten Aktes dieses Kampfes. Er versuchte, das deutsche Volk in letzterem zu ermutigen - mit kurzem Rückbezug auf alte Tugenden, mit deren Hilfe es im kommenden Endkonflikt siegen und diese Rolle einnehmen könnte statt in den Jahrhunderten zunehmend korrupter Herrschaft, die unausweichlich folgen müsste, zu dienen. Trotz ihrer gegensätzlichen politischen Ziele stellten beide, Danilevsky wie auch Spengler, sehr ähnliche Modelle sowohl darüber auf, wozu Kulturen im Allgemeinen tendieren als auch darüber, was der westlichen Kultur bevorsteht. Beide Männer betrachteten Kulturen als multinationale soziale Organismen mit Lebensspannen von ungefähr eintausend Jahren, doch nichtsdestoweniger sterblich, wobei jede einem charakteristischen Lebenszyklus folgt, der ihre Verhaltensweisen zu einem gegebenen Zeitpunkt mehr oder weniger vorhersagbar macht. Und beide Theoretiker stimmen darin überein, dass das Abendland im Moment in seine Phase der letzten Reife eintritt und nur die Verhärtung eines langen Alterns vor sich hat. Für Danilevsky war das der Grund, weshalb Europa das junge Russland unterdrückte und daran arbeitete, alle Tendenzen hin zu einem panslawischen Zusammenschluss zu vereiteln, wobei Europa eine intuitive Gewissheit darüber habe, dass dann, wenn die Slawen eine kritische Masse erreichten, sie eine andere neue Kultur hervorbringen würden, die den altersschwachen Westen überwältigen könnte. Für Spengler war das der Grund für den totalen Krieg, der stattfand und womit das Abendland in die Phase eintrat, in der die Nationen jeglicher Kultur eine gegen die andere kämpfen, bis der Stärkste die Vorherrschaft erringt. Ironischerweise gingen die politischen Programme, die sowohl von Danilevsky als auch von Spengler entworfen wurden, völlig daneben. Siebzig Jahre kommunistischer Unterdrückung und das nachfolgende Chaos hat das westliche und südliche Slawentum in die Arme Europas getrieben und den Osten wirtschaftlich lahmgelegt. Und obschon Deutschland in der Lage war, genug von der alten Disziplin heraufzubeschwören, um seine Nachbarn im Schlussakt der "Kriege zwischen kämpfenden Staaten" zu entsetzen, so tat es dies doch unter Aufgabe seiner selbst und wurde zum charismatischen Irren, welcher seine Kraft aus der Dualität von Hass und Hass gegen alles bezog, was soweit ging, dass jede Sicherheitsstrategie aufgegeben und der politische und militärische Sieg verworfen sowie das Überleben der Nation ignoriert wurde, um sie zu befriedigen. Und Spenglers historisches Modell verfolgt seine Spur weiterhin. Pax Americana hat die Herrschaftsrolle übernommen, die Spenglers Modell dem Sieger vorbehält, obgleich die auferlegte Hand leicht ist, insofern es der Markt ist, der die tatsächliche Kontrolle ausübt - mehr Zuckerbrot als Peitsche, politische Macht, die aus einem Butterfass erwächst. Und der einzige Preis, um darin eintauchen zu können ist alles, was du tatsächlich bist. Jedenfalls ist es dies auf absehbare Zukunft hin. Die westliche Zivilisation ist zur endlosen Fortsetzung der gegenwärtigen Verhältnisse verdammt, wennschon unter zunehmender Gemeinheit all ihrer Züge - Verkehr, Regierung, Lebensqualität, die Künste. Gerade daher wird sie durch irgendeine Art menschlicher Gewalt nicht zu verwunden sein - weder durch asiatische oder afrikanische Invasion noch durch Rebellion von innen -, solange nicht noch einige Jahrhunderte mehr vergangen sind. Ebenso hat Pax Americana eine gewisse unbeabsichtigte Fruchtbarkeit entwickelt. Wozu man anmerken muss, dass die Stagnation dem Keimen des Neuen ein weites Feld eröffnet. Ein Verständnis der Dynamiken, die ein solches Aufkeimen hervorbringen und unterstützen, könnte uns helfen, diesen Umstand auszunutzen und uns der Einlösung unserer Vorhaben näher zu bringen.Fortsetzung in der nächsten AusgabeVon Stephen Mace sind im Bohmeier Verlag u.a. erschienen: "Dem Himmel das Feuer stehlen", "Die virtuelle Mechanik der Zauberei", Zielgerichtete Kraft"Als Zauberer erzählt man mir hin und wieder, daß es für meine Aktivitäten als Zauberer keine wissenschaftlichen Beweise gibt und diese somit nur - je nach dem guten Willen meines Gesprächspartners - Aberglaube oder Betrug sein können.Meine Antwort ist einfach, daß die wissenschaftliche Methode nicht geeignet ist, diese Frage zu entscheiden. Zauberei ist eine psychische Technik, der Geist kann nicht vermessen und die persönlichen Motive nicht wiederholt werden.Die einzige Möglichkeit, die Wahrheit über Magie zu erfahren, besteht darin, mit magischen Techniken so vertraut zu werden, daß er oder sie Kraft als greifbare Substanz hinter aller Immagination spürt. Bleiben Zweifel an dieser Kraft wird der Betroffene aufgeben, diese jemals zu spüren, und somit den Schluß ziehen, daß sie nicht existiert. Als jemand der fest zum ersten Lager gehört, widme ich dieses Buch meinen Mitstreitern und all jenen, die noch unentschlossen sind." beschrieben habe, aber ich habe ein Wort der Kraft hinzugenommen, um dem Feuer mehr Durchschlagskraft zu geben, eines mit dem man zur Not oder wenn es schnell gehen soll, ohne ringe und Feuer bannen kann. Bitte deinen Heiligen Schutzengel um ein persönliches Wort! Zum Zentrieren rezitiere ich einfach die Namen der entsprechenden subtilen Alemente, während ich sie visualisiere. Mit etwas Übung sollte das Bannen und Zentrieren nacheinander in der Imagination ausgeführt nicht länger als fünfzehn bis dreißig Sekunden dauern.Die Notwendigkeit des Bannens ist so offensichtlich wie die Notwendigkeit einen Arbeitsplatz aufzuräumen, bevor man ein neues Projekt beginnt, während das Zentrieren ein etwas subtilerer Vorgang ist. Um Archimedes zu zitieren, beschaffe dir einen Hebel, der lang genug ist, und einen festen Standort und du kannst die Welt aus den Angeln heben. Der Hebel ist dein Wille, seine Länge und Stärke korrespondiert mit solchen Dingen wie Entschlossenheit, persönliche Macht und geistige Selbstkontrolle. Der Standort ist dein psychisches Zentrum. Durch die rituelle Betonung dieses Zentrums gewinnst du Standfestigkeit, stärkst den Ort, von dem aus dein Wille sich selbst auf das Ziel richten kann, auf welcher Ebene es auch liegen mag.

Anbieter: Dodax
Stand: 19.01.2020
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Nemesis und andere Essays
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Aus der Einleitung von Stephen Mace: Ich werde zuweilen gefragt, warum ich kaum noch etwas über magicksche Praxis schreibe. Nicht dass ich das nicht wollen würde, so etwas ist mit Sicherheit leichter zu schreiben als dieses Zeug hier, über die apokalyptische Wende. Mein Problem dabei ist, dass ich das, was für mich effektiv ist, im wesentlichen ausgearbeitet und veröffentlicht habe und es auch weiterhin anwende, aber wenig hinzu zu fügen habe. Und ich finde frischen Stoff über die apokalyptische Wende interessanter, als okkulte Techniken wieder und wieder aufzuwärmen. Ich habe Kraftorte, die ich besuche, Elementale an physikalischen Orten, die ich beschwöre, und Gewohnheiten und Neigungen, die immer wieder Kontrolle und Aufmerksamkeit erfordern, aber ich halte es nicht für notwendig, meine Ergebnisse in diesen Bereichen zu veröffentlichen. Vor allem da ich sicher bin, dass meine Leser selbst eine Menge Ergebnisse haben, vorausgesetzt, sie machen diese Arbeiten.Ab und an gibt es jedoch neue signifikante Ereignisse. Keins davon scheint komplex genug, um allein einen Essay zu rechtfertigen - vielleicht einen oder zwei Abschnitte, aber keinen Essay - aber es sind dennoch Grundlagen für sichere und effektive Praktiken. Und es gibt Veröffentlichungen, die immer wieder überarbeitet werden müssen. Also habe ich diese Einleitung geschrieben, wobei ich die Reihenfolge beibehalten habe, in der die Elemente auftauchten und nachträgliche Gedanken dort eingefügt habe, wo sie zu passen schienen. Insgesamt ergibt es ein rundes Ganzes, vielleicht weil all diese Dinge, die mit magickscher Kraft zu tun haben, miteinander zusammen hängen und eine multidimensionale Verbindung haben. Wie ich schon sagte: Es ist leichter.Um mit dem Anfang zu beginnen, möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um die Notwendigkeit des Bannens und Zentrierens vor jeder Art der okkulten Arbeit zu betonen. Das Bannen ist natürlich ein Ritual, das die Psyche reinigen und die Aura stärken soll, um Schutz vor psychischen Strömen von außen zu bieten. Das Zentrieren ist eine imaginäre Affirmation der mittleren Säule, wie ihre subtilen Ströme und Elemente (Kundalini, Chakren usw.) als Verbindung zwischen dem Höchsten und Niedrigsten dienen und sie (und damit der Magier) im wesentlichen eine Art Leitung zwischen diesen Extremen darstellt.Zum Bannen verwende ich immer noch die drei glühenden Ringe und die sich ausdehnende Feuersäule, die ich in "Stealing the Fire from Heaven"Pastinaken"Als Zauberer erzählt man mir hin und wieder, daß es für meine Aktivitäten als Zauberer keine wissenschaftlichen Beweise gibt und diese somit nur - je nach dem guten Willen meines Gesprächspartners - Aberglaube oder Betrug sein können.Meine Antwort ist einfach, daß die wissenschaftliche Methode nicht geeignet ist, diese Frage zu entscheiden. Zauberei ist eine psychische Technik, der Geist kann nicht vermessen und die persönlichen Motive nicht wiederholt werden.Die einzige Möglichkeit, die Wahrheit über Magie zu erfahren, besteht darin, mit magischen Techniken so vertraut zu werden, daß er oder sie Kraft als greifbare Substanz hinter aller Immagination spürt. Bleiben Zweifel an dieser Kraft wird der Betroffene aufgeben, diese jemals zu spüren, und somit den Schluß ziehen, daß sie nicht existiert. Als jemand der fest zum ersten Lager gehört, widme ich dieses Buch meinen Mitstreitern und all jenen, die noch unentschlossen sind."World Corporate Order") beherrscht das Angesicht der Erde absolut.Die volle Macht von Pax Americana steht bereit, um die Grundlagen seiner kommerziellen Gewohnheiten zu verteidigen. Der verführerische Glanz der Medientotalität arbeitet unentwegt daran, uns zu überzeugen, dass diese Gewohnheiten die Weise sind, in der die Dinge sein können und dass die Wirklichkeit, die sie bedingen die einzige sei, die eine normale Person überhaupt wahrnehmen kann. Unbestrittener Sieger in den unlängst abgeschlossenen "Kriegen zwischen kämpfenden Staaten" ( Ein fester, von Spengler selbst in dieser Form verwendeter Ausdruck). Und hinreichend selbstbewusst anzuerkennen, dass das Geschäft von Amerika tatsächlich Geschäft ist, hat die US-Regierung ihren besiegten Feinden keine schweren Bürden und so ihren Freunden und Verbündeten auch keine lästigen Pflichten auferlegt. Ihre einzige Forderung war, die Möglichkeit einzuräumen, Geschäfte zu machen, die Assimilierung der angelsächsischen kommerziellen Praxis, der Körperschaftsstruktur und der Werte des freien Handels, frei konvertierbarer Währung und unbeschränkter Kapitalbewegung. Auch wurde diese Art Geschäfte zu machen nicht verlangt, sondern nur darauf bestanden, dass sie zugelassen sein muss. Natürlich zwingt sie, insofern sie die materiell effektivste ist nichtsdestoweniger die Staaten oder Personen, die mit ihr konkurrieren könnten, ganz entschieden, ihre Form anzunehmen. Wenn diese Form erst einmal angenommen ist, kann keine Regierung - ob durch Tyrannen oder Splittergruppen - aufsässig werden, sondern wird dem transnationalen Markt untergeordnet sein - fleischlos, völlig abstrakter Statthalter der ganzen Sache in bester Darwinscher Tradition. Das Kapital wartet, ein verdächtigerweise unverschlossener Juwelenladen, ein voller Früchte hängender Baum, von Treibsand umspült. Mit der Zeit infiltriert das Kapital, und dann absorbiert es, und durch seine Verdauung wird alles, das durchgeschleust wird, zu nicht-menschlichen Einheiten an Wert und Schuld, die immer (durch eine kleine Kommission) mit allen anderen Einheiten von Wert und Schuld frei verrechenbar sein müssen, mit den verschiedenen Arten an Bargeld, obschon sogar diese Metalle noch eine Aura der Münzprägung bewahren (Traum vergessenen Blutes, vielleicht zu erwecken). Doch muss alles berechenbar sein, als sei es äquivalent, und die Verhältnisse untereinander stehen unter der ständigen Regelung der blinden Hand des Marktes, dem höchsten Richter allen kommerziellen Umtriebes. Die Akzeptanz dieser Dynamik als Weg Aller Dinge ist der Eintrittspreis in die Vereinigte Weltordnung, der sichersten Straße zum Wohlstand im neuen Jahrtausend. Wenn irgendein Unternehmen, eine Institution oder Individuum erst einmal darin integriert ist, entsteht eine völlig andere Verknüpfung von Aktion - Reaktion, die mit diesem planetenumspannenden Gehirn verdrahtet ist. Jeder wird zu einem Neutron in einem überdimensionalen, millionenfach verknüpften Netzwerk, dessen Handeln in der allgegenwärtigen Dialektik von Angebot und Nachfrage, Angst und Gier, Hoffnung und Bedürfnis besteht, und jeder Impuls wird mit Lichtgeschwindigkeit digitalisiert und verarbeitet - hin zur kollektiven Bekundung als schimmernde Fluktuationen in dem erdumspannenden Kraftfeld, das Geld ist. Alle sind willkommen, sich selbst in dieser entseelenden Umarmung aufzugeben und ermutigt, anderen Fülle unabhängig von Rasse, Glauben oder Ursprungsland und hin zum Ausschluss all dessen teilzuhaben, da das Kapital nichts davon anerkennt. Um tatsächlich in intime Verbindung mit dem Kapital eintreten zu können, muss man in einem Zustand leben - sowohl geistig als auch politisch -, dessen Grenzen gegenüber seinen Bewegungen durchlässig und daher zugänglich für Umformungen gemäß seinen Bedingungen sind. Der vorrangige Imperativ ist Wertmaximierung als Kapital, insofern gesagt werden kann, dass dies das einzige ist, was alle "Inhaber" - aufs Ganze gesehen - tatsächlich wollen. Das Erlangen dieser intimen Verbindung verknüpft einen - zum Preis des sicheren Verlustes jedweder Art besonderen Schicksals - mit der Quelle allen Wohlstandes und aller Kraft. Schicksal ist die einzige Währung, die der Markt nicht tauschen kann. Die Vereinigte Weltordnung macht Schicksal zu Blei.Danilevsky und SpenglerDas erste, was diejenigen brauchen, die sich der Vereinigten Weltordnung entgegenstellen wollen ist eine Strategie, um diese Opposition im Sinne einer harmonischen Verbindung von persönlichem Überleben und revolutionärer Effektivität zu betreiben.Aber dafür muss das Problem aus der weitest möglichen Perspektive betrachtet werden. Viele Esoteriker aller Glaubensrichtungen, Arbeitsvoraussetzungen und Techniken haben festgestellt, dass dieses Babylon fallen muss, und es scheint so, als ob sich dies einer Art Endpunkt, Krisenpunkt oder Transfirmationspunkt nähern würde.Einfach weil es so schnell wächst, muss es bald in sich kollabieren oder sich selbst ins Weltall schießen. Man kann nicht vorhersagen, was genau passieren wird, aber anscheinend wird das eine oder andere eintreffen. Natürlich ist bislang der Niedergang für jede Kultur die Regel gewesen, und insofern ist es einfach anzunehmen, dass zu gegebener Zeit eine ähnliche Art von Kollaps das System, so wie es heute besteht, ereilen wird. Andererseits ist es möglich, dass die industrielle Revolution etwas verändert hat, indem sie eine Zivilisation erschaffen hat, der der Impuls innewohnt, die üblichen Muster von Aufstieg und Fall zu transzendieren. Aber auch wenn wir die Industrialisierung als rein charakteristisches Merkmal westlicher Kultur betrachten wollten, wäre sie aus keinem Grunde unsterblicher als andere. Rom fiel. Babylon und Ägypten sind unter dem Sand begraben. Und jedes dieser hatte ebenfalls einen speziellen Anspruch auf Einzigartigkeit, der sie am Ende nicht retten konnte.Vielleicht hat die Industrialisierung den Westen gerade empfänglicher dafür gemacht zu kollabieren, gerade so, wie Benutzer von Methamphetaminen nicht eben für ihre Langlebigkeit bekannt sind. So möchte ich ganz im Sinne dieses Essays unterstellen, dass das, was hochgeht, auch herunterkommen muss. Um die historischen Verzweigungen dieses Postulates zu erkunden, werde ich auf sehr verschiedene zyklische Modelle kultureller Evolution zurückzugreifen haben - Modelle, welche (wenn sie auf die Situation des Westens angewandt werden) im Allgemeinen als "pessimistisch" bezeichnet werden, einfach weil ganz klar ist, dass wir uns gerade jetzt einer Art Apogäum nähern.Zyklische historische Modelle waren der Alten Welt geläufig, aber im nachaufklärerischen Westen stechen zwei Theoretiker hervor, die sie vertraten: der Russe Nikolai Danilevsky (1822 - 1885) und der Deutsche Oswald Spengler (1880 - 1936). Keiner dieser Männer war von Beruf akademischer Historiker, sondern wonach sie strebten war, in der Geschichte pragmatische Strategien und Werkzeuge zu entdecken, die zur Beförderung spezifischer politischer Ziele benutzt werden können. Obschon es der politischen Überzeugung Danilevskys und Spenglers entsprach, durch die Zeit zweier Weltkriege und dem einen Kalten, der folgte, Opposition zu bilden, entwickelten beide Männer ein bemerkenswert ähnliches Verständnis der Art und Weise, wie Kulturen geboren werden und sterben. Nikolai Danilevsky war als Botaniker ausgebildet und machte Karriere im zaristischen Staatsdienst, wo er schließlich Kommissar für Fischereiwesen wurde. Er schrieb ausführlich über verschiedene historische und ökumenische Themen, aber das Buch, auf das es uns ankommt, ist Russland und Europa, das zuerst 1869 in der Zeitschrift Zara veröffentlicht wurde. Im Ganzen ist es eine groß angelegt Analyse der kulturellen Evolution, geschrieben, um die Frage zu beantworten, warum Europa Russland hasst und sich so entschieden allen Versuchen Russlands entgegenstellt, irgendeine Art panslawischer Union zu errichten. Oswald Spengler absolvierte seine Universitätsausbildung ebenfalls in den Naturwissenschaften, obschon er ein starkes Interesse an den Klassikern hatte und seine Doktorarbeit über Heraklit schrieb. Nach der Graduierung begann er eine Laufbahn als Lehrer eines Realgymnasiums, während der er sowohl unter Schülern als auch unter Kollegen Hochachtung genoss, aber 1911 legte er sein Lehramt nieder, um seine Suche als Privatgelehrter fort zu setzen. Der erste Band wurde im Juli 1918 veröffentlicht, einen Monat vor dem Zusammenbruch der deutschen Armee an der Westfront - ein bedeutungsvolles Vorzeichen sowohl hinsichtlich der Absicht als auch des Titels seines großen Werkes. Der Untergang des Abendlandes ist eine groß angelegte Analyse der kulturellen Evolution, die versucht, einen so gut wie unausgesprochenen Zweck zu erfüllen (was bis zum Ende des zweiten Bandes, 1922 veröffentlicht, nicht spezifiziert wird): Der Sieg der preußischen Werte organischer Kultur, welche letztlich zu den Pflichten des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft führen über die halsabschneiderische Kultur der Anglo-Amerikaner, die bezogen ist auf den Erfolg des Einzelnen im ökumenischen Wettbewerb. Spengler sah den Ersten Weltkrieg als die erste Szene des letzten Aktes dieses Kampfes. Er versuchte, das deutsche Volk in letzterem zu ermutigen - mit kurzem Rückbezug auf alte Tugenden, mit deren Hilfe es im kommenden Endkonflikt siegen und diese Rolle einnehmen könnte statt in den Jahrhunderten zunehmend korrupter Herrschaft, die unausweichlich folgen müsste, zu dienen. Trotz ihrer gegensätzlichen politischen Ziele stellten beide, Danilevsky wie auch Spengler, sehr ähnliche Modelle sowohl darüber auf, wozu Kulturen im Allgemeinen tendieren als auch darüber, was der westlichen Kultur bevorsteht. Beide Männer betrachteten Kulturen als multinationale soziale Organismen mit Lebensspannen von ungefähr eintausend Jahren, doch nichtsdestoweniger sterblich, wobei jede einem charakteristischen Lebenszyklus folgt, der ihre Verhaltensweisen zu einem gegebenen Zeitpunkt mehr oder weniger vorhersagbar macht. Und beide Theoretiker stimmen darin überein, dass das Abendland im Moment in seine Phase der letzten Reife eintritt und nur die Verhärtung eines langen Alterns vor sich hat. Für Danilevsky war das der Grund, weshalb Europa das junge Russland unterdrückte und daran arbeitete, alle Tendenzen hin zu einem panslawischen Zusammenschluss zu vereiteln, wobei Europa eine intuitive Gewissheit darüber habe, dass dann, wenn die Slawen eine kritische Masse erreichten, sie eine andere neue Kultur hervorbringen würden, die den altersschwachen Westen überwältigen könnte. Für Spengler war das der Grund für den totalen Krieg, der stattfand und womit das Abendland in die Phase eintrat, in der die Nationen jeglicher Kultur eine gegen die andere kämpfen, bis der Stärkste die Vorherrschaft erringt. Ironischerweise gingen die politischen Programme, die sowohl von Danilevsky als auch von Spengler entworfen wurden, völlig daneben. Siebzig Jahre kommunistischer Unterdrückung und das nachfolgende Chaos hat das westliche und südliche Slawentum in die Arme Europas getrieben und den Osten wirtschaftlich lahmgelegt. Und obschon Deutschland in der Lage war, genug von der alten Disziplin heraufzubeschwören, um seine Nachbarn im Schlussakt der "Kriege zwischen kämpfenden Staaten" zu entsetzen, so tat es dies doch unter Aufgabe seiner selbst und wurde zum charismatischen Irren, welcher seine Kraft aus der Dualität von Hass und Hass gegen alles bezog, was soweit ging, dass jede Sicherheitsstrategie aufgegeben und der politische und militärische Sieg verworfen sowie das Überleben der Nation ignoriert wurde, um sie zu befriedigen. Und Spenglers historisches Modell verfolgt seine Spur weiterhin. Pax Americana hat die Herrschaftsrolle übernommen, die Spenglers Modell dem Sieger vorbehält, obgleich die auferlegte Hand leicht ist, insofern es der Markt ist, der die tatsächliche Kontrolle ausübt - mehr Zuckerbrot als Peitsche, politische Macht, die aus einem Butterfass erwächst. Und der einzige Preis, um darin eintauchen zu können ist alles, was du tatsächlich bist. Jedenfalls ist es dies auf absehbare Zukunft hin. Die westliche Zivilisation ist zur endlosen Fortsetzung der gegenwärtigen Verhältnisse verdammt, wennschon unter zunehmender Gemeinheit all ihrer Züge - Verkehr, Regierung, Lebensqualität, die Künste. Gerade daher wird sie durch irgendeine Art menschlicher Gewalt nicht zu verwunden sein - weder durch asiatische oder afrikanische Invasion noch durch Rebellion von innen -, solange nicht noch einige Jahrhunderte mehr vergangen sind. Ebenso hat Pax Americana eine gewisse unbeabsichtigte Fruchtbarkeit entwickelt. Wozu man anmerken muss, dass die Stagnation dem Keimen des Neuen ein weites Feld eröffnet. Ein Verständnis der Dynamiken, die ein solches Aufkeimen hervorbringen und unterstützen, könnte uns helfen, diesen Umstand auszunutzen und uns der Einlösung unserer Vorhaben näher zu bringen.Fortsetzung in der nächsten AusgabeVon Stephen Mace sind im Bohmeier Verlag u.a. erschienen: "Dem Himmel das Feuer stehlen", "Die virtuelle Mechanik der Zauberei", Zielgerichtete Kraft"Als Zauberer erzählt man mir hin und wieder, daß es für meine Aktivitäten als Zauberer keine wissenschaftlichen Beweise gibt und diese somit nur - je nach dem guten Willen meines Gesprächspartners - Aberglaube oder Betrug sein können.Meine Antwort ist einfach, daß die wissenschaftliche Methode nicht geeignet ist, diese Frage zu entscheiden. Zauberei ist eine psychische Technik, der Geist kann nicht vermessen und die persönlichen Motive nicht wiederholt werden.Die einzige Möglichkeit, die Wahrheit über Magie zu erfahren, besteht darin, mit magischen Techniken so vertraut zu werden, daß er oder sie Kraft als greifbare Substanz hinter aller Immagination spürt. Bleiben Zweifel an dieser Kraft wird der Betroffene aufgeben, diese jemals zu spüren, und somit den Schluß ziehen, daß sie nicht existiert. Als jemand der fest zum ersten Lager gehört, widme ich dieses Buch meinen Mitstreitern und all jenen, die noch unentschlossen sind." beschrieben habe, aber ich habe ein Wort der Kraft hinzugenommen, um dem Feuer mehr Durchschlagskraft zu geben, eines mit dem man zur Not oder wenn es schnell gehen soll, ohne ringe und Feuer bannen kann. Bitte deinen Heiligen Schutzengel um ein persönliches Wort! Zum Zentrieren rezitiere ich einfach die Namen der entsprechenden subtilen Alemente, während ich sie visualisiere. Mit etwas Übung sollte das Bannen und Zentrieren nacheinander in der Imagination ausgeführt nicht länger als fünfzehn bis dreißig Sekunden dauern.Die Notwendigkeit des Bannens ist so offensichtlich wie die Notwendigkeit einen Arbeitsplatz aufzuräumen, bevor man ein neues Projekt beginnt, während das Zentrieren ein etwas subtilerer Vorgang ist. Um Archimedes zu zitieren, beschaffe dir einen Hebel, der lang genug ist, und einen festen Standort und du kannst die Welt aus den Angeln heben. Der Hebel ist dein Wille, seine Länge und Stärke korrespondiert mit solchen Dingen wie Entschlossenheit, persönliche Macht und geistige Selbstkontrolle. Der Standort ist dein psychisches Zentrum. Durch die rituelle Betonung dieses Zentrums gewinnst du Standfestigkeit, stärkst den Ort, von dem aus dein Wille sich selbst auf das Ziel richten kann, auf welcher Ebene es auch liegen mag.

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